
Druidenstein
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Was für ein Anblick! Ich hatte den Druidenstein bei Kirchen an
der Sieg schon auf Bildern gesehen, aber diese ungeheure Dynamik
der nach oben strebenden Basaltsäulen ist „vor Ort“ wirklich
phantastisch. Ihre Erstarrung scheint jeden Moment von
ihnen abzufallen, ähnlich den kraftvollen Werken eines van Goghs.
Alex, ein befreundeter Fotograf, ist nicht weniger beeindruckt.
Uns verbindet eine Leidenschaft für alles, was mit Stein
zu tun hat. Unserer Wochenendtour durch den Westerwald haben
wir heute morgen mit einer Grubenwanderung rund um
Brachbach gestartet (offzielle Eröffnung der Route ist im Mai
2004). In zwei Schleifen werden 37 Stationen eines intensiven
Bergbaus an der Sieg zugänglich gemacht. Steinbrüche, Stollen
und jede Menge Natur können wir genießen. Am Nachmittag
machen wir dann nach einem Besuch der Freusburg, die hoch
über der Sieg thront, eine kleine Fahrradtour. Auf einer ehemaligen
Bahntrasse geht es 12 km von Kirchen durch das Asdorftal
nach Niederfischbach. Da wir nicht länger als eine Stunde für
den Weg brauchen, schnuppern wir auch noch in den dortigen
Grubenwanderweg hinein. Vom Marktplatz aus führen die 18 km
des Themenwanderweges zu markanten Stationen des Bergbaus
und dem Tüschenbacher Weiher. Für das Fachwerkstädtchen Freudenberg
und das Schloß Crottorf im Wildenburger Land hatten
wir leider keine Zeit mehr. Zur Ruhe kommen wir erst bei hereinbrechender
Dunkelheit zurück am Druidenstein.
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