
Wiesensee
|
Nach einem Erholungsbad im Wiesensee,
an dem auch Boote ausgeliehen,
gesegelt und gesurft werden
kann, mit seinem schönen Sandstrand
setzen wir unsere Erkundungstour
durch den Hohen Westerwald
am nächsten Tag fort. Da Anja
die Füße schmerzen, leihen wir uns
Fahrräder aus. Auf einer ehemaligen
Bahnlinie fahren wir entspannt, da
es keine nennenswerten Steigungen
gibt, durch das stille Elbbachtal bis
Wallmerod. Auf dem Rückweg machen
wir einen Schlenker über Westert
am sehenswerten Herrenhaus
des Hofgutes vorbei und über Guckheim
zur niedlichen Schönberger
Kapelle zurück nach Westerburg, wo
uns das namensgebende, trutzige
Burgschloß wieder begrüßt.
Auch ohne Alex versuche ich nun noch meinem Hobby,
dem „Steinebeschauen“, nachzugehen. Diesmal also mit
dem Auto nach Enspel. Dort erwartet uns der entstehende
Tertiär- und Industrie-Erlebnispark. Steinbrecher
haben hier die ehemalige Basaltkuppe des Stöffels weitgehend
abgetragen. Die Restmulde ist mit Wasser zugelaufen
und gibt jetzt vor einer Basaltwand ein schönes
Fotomotiv ab. Nicht nur schön, sondern auch erdgeschichtlich
bedeutsam ist das Gelände, wo an einer Grabungsstelle
die sogenannte „Stöffelmaus“ gefunden
wurde. Die „Maus“ ist das erste Säugetier in der Geschichte
der Lebewesen, das auch Gleitflüge unternehmen
konnte. Sie stammt aus dem Erdzeitalter des Tertiär.
Bis 2006 sollen hier mehrere Museen entstehen. Zur
Zeit darf man nur unter Führung auf das Gelände.
|